Elster-Saale-Dreieck

Eine kleine Fahrradtour von Leipzig aus, startete ich am 24. Mai 2017. Es sollte über den Elster-Saale-Radweg zur Saale gehen, dann die Saale entlang nach Halle und von dort an der Elster entlang zurück nach Leipzig. Ich fuhr erst gegen Mittag los und zuerst ging es über die neuen Antonienbrücken, die Dezember 2016 eröffnet wurden, in den Stadtteil Grünau.

Antonienbrücken Leipzig

Antonienbrücken Leipzig

Dann fuhr ich an der S-Bahn entlang durch Grünau und dann weiter nach Lausen. Der Radweg auf der alten Bahnstrecke Leipzig-Pörsten beginnt etwas versteckt. Man hat hier einfach den alten Schotter asphaltiert. Dieser Streckenabschnitt der Bahnlinie wurde am 1. September 1897 von der Preußisch-Hessischen Staats-Eisenbahn eröffnet und führt erstmal nach Lützen.

Elster-Saale-Radweg

Elster-Saale-Radweg

Man kann zum Teil noch die alten Haltepunkte erkennen Göhrenz-Albersdorf, Kulkwitz-Süd in Seebenisch, Schkölen-Räpitz und Meuchen. Man überquert die Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt. In Lützen könnte man sich die Gustav-Adolf-Gedenkstätte ansehen. Dort endet der Radweg und führt über Straßen mit Kopfsteinplaster zu einem straßenbegleitenden Radweg an der Bundesstraße B87, wo es nach Röcken weitergeht.

Röcken

Röcken

In Röcken kann man die Friedrich-Nietzsche-Gedenkstätte angucken. Der Philosoph und Schriftsteller ist in Röcken geboren und auch beerdigt. Am Grab steht das „Röckener Bacchanal“, welches einen Traum von Nietzsche darstellt. Nietzsche ist dort dreimal zu sehen, zweimal nackt und einmal mit seiner Mutter.

Autobahn A9 bei Rippach

Autobahn A9 bei Rippach

Inwischen fährt man entlang der Landstraße L188 und kann gleich nach Röcken eine alte Kieswasch- und Kohlebeschickungsanlage von einem alten Tagebau sehen. Dann beginnt ein kleines Autobahn-Spielchen. Zuerst fährt man unter der Autobahn A38 hindurch. Ungefähr einen Kilometer weiter, in Rippach, biegt man nach rechts auf den Heerweg.

Autobahn A 38 bei Oeglitzsch

Autobahn A 38 bei Oeglitzsch

Dort geht es über die Autobahn A9 – mit einem Blick auf das Autobahnkreuz Rippachtal von den Autobahnen A9 und A38. Dann geht es rasant abwärts ins Saaletal nach Dehlitz. Dort biegt man nochmal nach rechts ab, auf die Bad-Dürrenberger-Straße, die nun bergauf nach Norden führt.

Kleinkorbetha

Kleinkorbetha

Allerdings geht es auch gleich wieder bergab, unter der Saalebrücke der A38 hindurch nach Oeglitzsch und dann weiter nach Kleinkorbetha. Hier trifft man auf den Saale-Radweg. Auf der anderen Flußseite ist Großkorbetha. Im Jahr 1856 eröffente die Thüringischen Eisenbahn-Gesellschaft die Bahnlinie Leipzig-Markranstädt-Dürrenberg-Großkorbetha.

Saale

Saale

Nun geht es durch Goddula weiter nach Bad Dürrenberg. Schon als Schüler bin ich hier mit dem Fahrrad gewesen und habe mir das Gradierwerk angesehen. In Bad Dürrenberg steht das größtes zusammenhängendes Gradierwerk Deutschlands (heute 636 Meter und früher 1821 Meter lang). Gefördert wurde die Sole mit Pumpen im Witzlebenturm, an dem man direkt vorbeifährt.

Bad Dürrenberg

Witzlebenturm in Bad Dürrenberg

Nun geht es auf der linken Seite der Saale weiter. Rechts liegt übrigens Wölkau, wo der in Leipzig beginnende und in Günthersdorf endende Saale-Elster-Kanal in die Saale münden sollte, wenn die letzten 6 Kilometer nicht fehlen würden. Der Radweg führt nun mit einer kleinen Steigung nach Leuna.

Merseburg

Stadtkirche St. Maximi Merseburg

Nach der Chemie-Stadt geht es weiter nach Merseburg. Der Radweg führt gut ausgeschildert, an der Stadtkirche St. Maximi vorbei, durch die kleine Stadt und dann am Flußufer weiter nach Schkopau. In Merseburg führt der der Ökumenische Pilgerweg der Via Regia über Horburg nach Leipzig.

Eisenbahnbrücke bei Schkopau

Eisenbahnbrücke bei Schkopau

Ich fuhr jedoch weiter bis Schkopau, wo der Radweg auf einer Eisenbahnbrücke die Saale überquert. Der Saale-Radweg unterquert nun die Eisenbahn und führt weiter nach Halle. ich fuhr aber nach links in das Dorf Kollenbey. Dort gibt es eine Kirche mit einem interessanten Tatzenkreuz. Am Ende des Dorfes führt ein kleiner Weg zur Landstraße L183.

Kirche Kollenbey

Kirche Kollenbey

Auf der viel befahrenen Straße gelangt man nach Burgliebenau, wo man sich über einen straßenbegleitenden Fuß- und Radweg freuen würde. Auf dem Weg nach Lochau überquert man die Weiße Elster und gelangt auf den Elster-Radweg, der nun wieder nach Leipzig führt, aber auch sehr langweilig ist.

Elsterbrücke bei Lochau

Elster bei Lochau

Nicht so tragisch, ich fuhr ziemlich schnell, denn ich hatte nun Rückenwind. Unterwegs überholte mich aber noch ein gelbes vollverkleidetes Liegerad. Das Wetter hatte den ganzen Tag gut mitgespielt. Es war eher kühl und die dunklen Regenwolken, sind an mir vorbeigezogen.

Elsterradweg Leipzig

Elsterradweg Leipzig

Man gelangt wieder nach Sachsen und unterquert zum vierten Mal eine Autobahn, es ist wieder die Autobahn A9. Dort bei Schkeuditz fährt man ein Stück durch den Wald und dann entlang der Neuen Luppe – einem eingedeichten Hochflutbett der Elster. Dann kommt man zum Leipziger Auensee, zur Arena Leipzig, zum Richard-Wagner-Hain und letztendlich zur Sachsenbrücke, wo man wieder am Ausgangspunkt des Elster-Saale-Radweges ist.

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