Unschuld


Ich hab die Unschuld kotzen sehen (Video via Nutrion)

Ja, das ist irgendwie der richtige Ansatz. Wenn man das Buch (Dirk Bernemann – Ich hab die Unschuld kotzen sehen) als Prosa betrachtet, fällt diese geschwurbelte Sprachakrobatik sicher durch. Diese Geschichten sind eher Gedichte ohne Versform. Okay, Bertrand rotiert – aber: man soll ja nochmal einige positive Aspekte erwähnen, ehe man ein Buch in die Tonne tritt.

Die Verwendung der Brandenburgischen Konzerte von Bach geht leider nicht. Auch wenn die Konzerte zusammenpassen, wie die Geschichten von Bernemann, also nicht, ist es doch immer der selbe Sülz. Nicht aber bei Bach.
Das dritte Konzert dreht sich ja lustigerweise um drei mal drei Instrumente (Mann, Frau und das durchgefickte Spermien-Sofa) und einem Basso Continuo (der das Geräuch liefert, wenn man über dem Schwachsinn eingeschlafen ist).

Blixa Bargeld hätte sich sicher auch nicht gefreut, auch er konnte was er tat. Aber musikalisch hätte die Neubauten gepasst, wie die Pfandflasche auf den Kopf. Letztes Geschoss.

Man könnte das Buch jungen Liebesgedichteschreiberinnen vom Gymnasium überreichen oder vielleicht Rappern, die die lustigsten Vergleiche suchen. Bei den Diskussionen die einige Rapper mit eher harmlosen Texten ausgelöst haben, fragt man sich allerdings, warum der Möchtegern-Tarantino noch nicht auf dem Index gelandet ist.

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