2-Seen-Tour

Meine 2-Seen-Runde im Leipziger Südraum: um den Cospudener und den Zwenkauer See. Die folgende Beschreibung beginnt und endet an der Sachsenbrücke. Die Strecke ist ungefähr 40 Kilometer lang. Neben dieser Strecke sind viele alternative Routen möglich, von denen ich hier einige mit eingebaut habe.

Von der Sachsenbrücke zum Teilungswehr
3.5 Kilometer

Von der Sachsenbrücke radelt man die Anton-Bruckner-Allee in Richtung Schleußig. Am Ende fährt man dann auf dem Nonnenweg weiter. Am Schleußiger Weg gibt es eine Bettel-Ampel. Auf der anderen Straßenseite nach rechts und gleich wieder links fahren.

So kommt man wieder zum Elsterflutbecken und fährt, an dessen rechter Seite, weiter bis zum Kanuclub und Teilungswehr. An dieser Stelle mündet das Obere Elsterflutbecken ein, das meist trocken ist. Am Teilungswehr zweigt das Untere Elsterflutbecken von der Elster ab.

Alternative Variante: Vom Volkspark Kleinzschocher zum Teilungswehr
2.5 Kilometer

Gutshaus Kleinzschocher

Gutshaus, Stadion und Taborkirche Kleinzschocher

Ich fahre allerdings in Kleinzschocher los. Vorbei an meiner alte Schule, dem „Stadion der Freundschaft“ und dem Gutshaus Schloßweg, in dem meine Großeltern wohnten. Ganz in der Nähe ist noch die Taborkirche. Auf dem Gut daneben wurde die Bauernkantate von Bach uraufgeführt. Im Küchenholz bin ich schon als Kind mit den Fahrrad geradelt und kenne auch heute noch jeden Weg.

Liebesdenkmal

Liebesdenkmal

Im nachfolgenden Waldstück, dem Hahnholz, befand sich mal ein GST-Gelände. Heute ist dort der Hain der Jahresbäume. Ein Stück weiter steht noch das Liebesdenkmal. Gleich daneben ein weiteres Stück Kindheit: die Gaststätte Waldfrieden. Dort gab es zu DDR-Zeiten Waldmeister-Limonade. Irgendwann wurde Waldmeister in der DDR nicht mehr verwendet und das Gerücht ausgestreut, es sei krebserregend. Dann über die Pistoris-Brücke auf die andere Elster-Seite. Meist fahre ich gleich nach rechts und dann den kleinen Weg links neben dem Kanu-Club zum Elsterflutbecken.

Vom Teilungswehr zum Cospudener See
2.5 Kilometer

Auf dem Ziegeleiweg nach rechts und dann links in den Lauerschen Weg. Nun geht es gemütlich an der Elster entlang. Nach der Schranke geht es von der Elster weg in einem Bogen nach links. Dort kommt wieder eine Schranke, dann fährt man durch das Obere Elsterflutbecken (es sollte kein Hochwasser sein) und landet dann am Cospudener See.

Vom Cospudener See zum Aussichtspunkt Zitschen am Zwenkauer See
11 Kilometer

Cospudener See und Kraftwerk Lippendorf

Um den Cospudener See, den man an der Beach Lounge erreicht, verläuft ein schöner Asphaltweg. An sonnigen Wochenenden gibt es dort aber durchaus mal einen Stau, denn der Badesee ist dann gut besucht. Über diesen Weg führt auch der Innere Grüne Ring, der in Höhe des Gutes Knauthain abzweigt.

Außerdem führt hier noch der Elsterradweg und die Neusseenland-Radroute entlang, die sich an der Bistumshöhe, das ist der nächste Abzweig, treffen. Der Aussichtsturm ist schon von Weitem zu sehen. Von dort geht es dann Richtung Pegau weiter. Dort steht ein entsprechendes Schild.

An dieser Stelle könnte man auch abkürzen und eine 1-Seen-Tour machen. Einfach den Rundweg um den Cospudener See weiterfahren und am Golfclub nach rechts zum Pleißeradweg abbiegen.

Elsterwehr Knautnaundorf

Elsterwehr Knautnaundorf

Der Abzweig nach Pegau führt am nördlichen Ende des Freizeitparkes Belantis entlang. Man kann dort mal einen Blick auf die Ritterburg werfen. Dann geht es auf einer Straße weiter, man unterquert die Autobahn A38 und gelangt zum Elsterwehr Knautnaundorf. Dort endete eine Betonrille, in der die Elster um den Tagebau bei Zwenkau (heute Zwenkauer See) herumgeleitete wird.

Auf der anderen Straßenseite beginnt nun der Rundweg um den Zwenkauer See. Neben dem Weg liegt noch die verrostete Ringleitung, die früher über 63 Kilometer, Wasser aus dem Tagebauen Vereinigtes Schleenhain und Profen, zum See führte. Da der Abraum Pyrit enthält, wäre das Seewasser eigentlich dreckig-braun. Durch Zumischung von Kalkmilch (aus Brandkalk) hat der See aber eine schöne blaue Farbe.

Kalkzumischung in Zitzschen

Kalkzumischung in Zitzschen

Auf dem Rundweg geht es weiter bis zum Aussichtspunkt in Zitzschen. Dort biegt der Elster-Radweg ab und ein kleiner, aber gut besuchter, Imbiss lädt zum Essen ein. Der Imbiss „Am Aussichtspunkt“ mit Gulaschkanone vom Gästeservice Zierold hat von wochentags 9-15 Uhr und am Wochenende ab 11.00 Uhr geöffnet.

Neben dem Aussichtspunkt befindet sich das Einlaufbauwerk Zitzschen. Diese Verbindung von Elster und See wurde kurz vor dem Hochwasser 2013 fertig und hat mitgeholfen Überschwemmungen in Leipzig abzuwenden. Der Wasserspiegel des Sees ist während des Hochwassers um zweieinhalb Meter gestiegen. Inzwischen ist der See ja offiziell „eingeweiht“. Es fehlen aber noch 13 Zentimeter Wasserhöhe.

Variante Nord: Über Kap Zwenkau zum Imbiss Waldeck
8 Kilometer

Auf dem Rundweg geht es um den Zwenkauer See herum zum Kap Zwenkau. Hier gibt es eine Hafen, eine Bergbauausstellung und viele neue Häuser. Auch eine kleine Gaststätte lädt den Radwanderer ein. Die Strecke ist fast durchgehend asphaltiert. Nach zwei kleine Steigungen gelangt man zum Imbiss Waldeck.

Kap Zwenkau

Kap Zwenkau

Die Bergbauausstellung ist ab dienstags von 12.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Die MS „Santa Barbara“ schippert ab dienstags 14.00 und 16.00 Uhr über den See. In den Sommermonaten auch 18.00 Uhr.

Variante Süd: Über Lindenallee und Zwenkau zum Imbiss Waldeck
7,5 Kilometer

Tempelruine Trianon

Tempelruine Trianon

Auf dem Rundweg geht es zweieinhalb Kilometer weiter zur Lindenallee. Dieser alte Weg führt zur Tempelruine Trianon. Beides gehört zum ehemaligen Schloßgarten des Dorfes Eythra, das durch den Tagebau weggebaggert wurde. Ein Ausläufer des Königreiches Preußen reichte einmal bis zu diesem Ort. Ein Auswahl an Grenzsteinen erinnert an diese Grenze.

St. Laurentius Zwenkau

St. Laurentius Zwenkau

Hinter dem Trianon geht es links auf einem Waldweg nach Osten. An einer alten Brücke gelangt man an die Alte Eytraer Straße, der man nach rechts folgt. Man überquert den wasserlosen Altarm der Elster und gelangt nach Zwenkau.

Wenn man den steilen Anstieg an der Kirche St. Laurentius am Mühlberg geschafft hat, geht es rechts und dann links in die Markstraße, nochmal links in die Pegauer Straße und wieder rechts auf die Bahnhofstraße. Dieser folgt man bis zur Lila Logistik, wo man in die Zeschwitzer Straße abbiegt, an deren Ende wieder der Weg um den See weitergeht und zum Imbiss Waldeck führt. Dieses kurze Wegstück ist allerdings in einem schlechten Zustand.

Vom Imbiss Waldeck nach Markkleeberg
10 Kilometer

Der Imbiss Waldeck liegt auf der anderen Seite der Bundesstraße 2 und gehört ebenfalls zum Gästeservice Zierold. Geöffnet ist Montag-Freitag 6-16 Uhr.

Nach einem recht schlecht befahrbaren Abschnitt an dem man noch einmal eine Seitenbucht des Zwenkauer See sieht, gelangt man auf eine Asphaltstraße, die sich vier Kilometer entlang zieht. Nach Überquerung der Autobahn ist man dann auch schon in Gaschwitz. Dort gibt es übrigens einen S-Bahn Haltepunkt.

Pleiße

Pleiße

Man fährt unter den Bahngleisen hindurch, biegt dann nach rechts auf die Hauptstraße und gleich wieder links in die Cröbernsche Straße. Bei Reuters Radlerhof gelangt man zum Pleiße-Radweg. Diesem folgt man nun nach Norden. Das ist recht idyllisch, wenn auf der anderen Seite nicht die Bundesstraße B2 wäre.

An den nächsten beiden Pleiße-Brücken könnte man zum Cospudener See abbiegen: An der ersten Brücke fährt man an der Seenallee entlang und gelangt nördlich des Golfclubs zum Cospudener See. An der zweiten Pleiße-Brücke fährt man über den Festanger zur Rathausstraße. Quer durch Markkleeberg geht es dann links auf die Koburger Straße und rechts über den Lauerschen Weg zum Cospudener See. An der Rathausstraße ist übrigens wieder ein S-Bahn Haltepunkt.

Von Markkleeberg zur Pleißemündung
11,5 Kilometer

Dort wechselt man kurz auf die rechte Flußseite zur Hochstraße und durchfährt den AGRA-Park (gleich links abbiegen). Bei der Parkgaststätte wäre die nächste Gelegenheit zu rasten. Dann geht es wieder zurück zur linken Flußseite und auf dem Pleißeradweg weiter. Man kann auch auf der linken Seite bleiben, der Weg durch den Park ist aber sehr holprig.

AGRA-Park Markkleeberg

AGRA-Park Markkleeberg

An der nächsten Brücke gelangt man zu S-Bahn und Forsthaus Raschwitz. Nach der folgenden Eisenbahnbrücke fehlt leider die Beschilderung. Bei der Doppelrohrleitung muß man rechts abbiegen. Nach Überquerung einer Bogenbrücke und Unterquerung der Koburger Straße teilen sich dann die Wege.

Einfache Variante: Man sollte sich links halten und gelangt dann zu einer Holzbrücke, wo ein Schild wieder den richtigen Weg zeigt (darüber und links).

Nach 100 Metern teilt sich wieder der Weg. Man fährt links und kommt an eine Pleiße-Brücke. Die Brücke nicht überqueren, sondern auf der Flußseite in den „Stempel“ fahren. Da sollte ein Schild sein. Dann geht es weiter auf der rechten Pleißeseite durch den Wald. Die nächsten Brücke muß man überqueren und ist auch schon am Schleusenwehr.

Pleißewehr

Pleißewehr

An der nächsten Brücke am Schleußiger Weg muß man dann wieder die Flußseite wechseln. Dort ist eine Bettelampel. Dann geht es an Pleißemündung und der Galopprennbahn Scheibenholz vorbei zur Sachsenbrücke.

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