Ostsee-Radurlaub: Kiel

Ostsee-Radurlaub
von Flensburg nach Lübeck
17. Juli – Von Eckernförde nach Kiel

Karte

Die heutige Etappe über 47 Kilometer führte an St. Nicolai vorbei aus Eckernförde auf einen Radweg entlang der B76. Dann ging es weiter auf einem Radweg entlang der B503, dann entlang der K22 und der K16. Das Schwedeneck präsentierte sich also aus Straßensicht. Touristische Ambitionen gegenüber Radfahrern waren nicht zu erkennen.

Kirche Krusendorf
Dreifaltigkeitskirche Krusendorf (1737)

Dafür gestaltete sich die Fahrt als Slalom, da ich versuchte den tausenden Schnecken, die durch den Regen hervor gelockt überall auf dem Radweg herumkrauchten, auszuweichen. Manchmal vergeblich.

Unterwegs
Unterwegs

Nach dem Frühstück in der Siegried-Werft war ich sofort aufgebrochen und bereits gegen 11.00 Uhr in Kiel-Schilksee. Von da ab ging es weiter entlang von Straßen bis nach Kiel-Haltenau.

Schilksee
Schilksee

In Haltenau mündet der Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee. Ich wollte eigentlich das Kanal-Museum besuchen, kam aber leider genau zwischen zwei Führungen an. Und alleine kommt man nicht rein – der Pförtner meinte das sei seit Nine eleven so. Nun stand ich ziemlich nass – es hatte angefangen zu regnen – vor dem Eingang. Wenigstens die kleine (alte) Schleusenanlage konnte man angucken.

Kanalfähre MS Adler 1
Kanalfähre MS Adler 1

Kurz entschlossen setzte ich mit der Fähre MS Adler 1 über (ich mußte ja eh auf die andere Seite des Kanals) und bestieg auf der Südseite der Schleusenanlage des NOK eine Aussichtsplatform. Das kostete einen Euro und man mußte nicht auf jemanden warten. Die Fährfahrt war kostenlos.

Fahrrad
Fahrrad

Die Fährfahrt ging auch deutlich schneller als mit dem Motorrad über die große Kanalbrücke, wie ein paar tschechische Motorradfreunde mit Verwunderung merkten. Mein Fahrrad trägt den Namen „1544“. Bis auf das defekte Vorderlicht funktioniert alles ohne Probleme. Jemand muß mal damit hingefallen sein, denn das Fahrrad hat tiefe Lackkratzer. Diesmal habe ich ein zusätzliches Zahlenschloss mitgenommen. Das geht deutlich schneller als mit dem mitgelieferten Normalschloss.

Nord-Ostsee-Kanal Schleusen
Nord-Ostsee-Kanal Schleusen

Dann führte der Radweg direkt auf die Kieler Promenade auf der Westseite der Kieler Förde. Nach einem kleinen Mittag mit Fischburger und Cola Zero ging es dann ins Aquarium. Das Aquarium zeigt kleinere Fische in kleinen Becken. Draussen gibt es ein Seehundbecken und am Strand eine Seebrücke mit den Forschungsschiffen von GEOMAR.

Aquarium GEOMAR Kiel
Aquarium GEOMAR Kiel

Dann bog ich rechts ab und besuchte die Kunsthalle. Sehr beeindruckend fand ich zwei Berge aus Postkarten und Fotos. Ein Kunstwerk war zum aufessen – sponsored bei Ritter Sport. Aber auch die antiken Plastiken (Kopien) waren sehenswert.

Kunsthalle Kiel
Kunsthalle Kiel

Das Kieler Schifffahrtsmuseum hat wegen Umbau geschlossen, aber auf der Museumsbrücke lagen drei Schiffe zum angucken. Da bin ich mal für einen Euro auf der MS Bussard herumgeklettert. Gleich daneben legte gerade eine Hanse-Kogge (allerding eine mit Motor) am Pier an.

Museumsbrücke
Museumsbrücke

Heute hat leider auch das Computermuseum der Fachhochschule Kiel geschlossen. Das hätte ich mir wirklich gern angesehen. Am Ende der Kieler Förde – der Hörn – liegt noch eine seltsame Fußgängerbrücke, die sich wie eine Ziehharmonika zusammenfaltet: die Hörnbrücke. Da mußte ich auch mal drüberlaufen.

Kieler Hafen
Kieler Hafen

Dann bin ich direkt zum Hotel Berliner Hof gelaufen (gleich hinter dem Hauptbahnhof) und hab eingecheckt. Duschen, ein wenig ausruhen und dann ging es nach Neumühlen-Dietrichsdorf auf dem Ostseeküstenradweg. Dort habe ich im Scharweg Verwandte besucht. Morgen werde ich diese Strecke nicht fahren, da nehme ich ein Schiff.

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